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Naturschutzgroßprojekt Baar

Anspruchsvolle Baumpflege

Das Gebiet Jungviehweide bei Mundelfingen ist mit seinem heterogenen Obstbaumbestand mit Jungbäumen, stattlichen Baumriesen bis zu eindrucksvollen Totholzgebilden ein besonders wertvolles Biotop und als Landschaftsschutzgebiet, FFH- und Vogelschutzgebiet im Naturpark Baar mit hohem Schutzstatus versehen.

von Karl Götz erschienen am 27.01.2026
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Baumpflege in Mundelfingen
Baumpflege in Mundelfingen © Benzing

Mit einer im Dezember begonnenen Baumpflegemaßnahme wird den über 200 Bäumen in bis zu fünf Aktionen je nach Alter mit Pflanz-, Pflege- und Erhaltungsschnitten wieder Licht und Luft in den Kronen verschafft und die Vitalität gefördert. Eine zentrale Anforderung ist jedoch zusätzlich auch die Habitatgestaltung für höhlenbewohnende Vögel und Fledermausarten, die besonders auf stärkeres Totholz und entsprechende Hohlräume angewiesen sind. Dieses in den Bäumen zu belassen und die Bäume unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten zu pflegen, war für die Baumfachwarte oft eine besondere Herausforderung.

Baumpflege in Mundelfingen
Baumpflege in Mundelfingen © Benzing

Diesen hohen naturschutzfachlichen Anforderungen hat sich eine stattliche Gruppe von LOGL-ausgebildeten Fachwarten und Obstbaumpflegern gestellt und mit besonderer Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen angenommen. Durch umfangreiche Netzwerkarbeit konnte Karl Götz schon für die erste Aktion am 6. Dezember 27 Baumfachwarte, Obstbaumpfleger, Baumkletterer und Helfer gewinnen, die an diesem Tag in Zweier-Teams ungefähr 50 Bäume gepflegt haben. Die Kollegen kamen aus allen Ecken der Region, aus den Kreisen Freudenstadt, Rottweil, Tuttlingen, Spaichingen, Donaueschingen, Schwarzwald-Baar und aus Freiburg und Emmendingen. Ein bemerkenswertes Zeugnis eines guten Zusammenhalts in der Kollegenschaft der ganzen Region.

Durch kleine Arbeitsgruppen und kameradschaftliche Zusammenarbeit bot sich damit auch neu ausgebildeten Fachwarten und Helfern die Möglichkeit erste Schnitterfahrung zu sammeln.

Bei einem wärmenden Mittagessen und abschließender Kaffeepause mit Apfelbrot und Nikolausgeschenk boten sich über die Regionengrenzen hinaus gute Gelegenheiten für fachlichen Austausch.

Es sind weitere vier Aktionen geplant und teilweise bereits zahlreiche Anmeldungen eingegangen.

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