Düngemittel für Wintergartenpflanzen in Erdkultur
Für die Nährstoffversorgung der Pflanzen steht eine große, fast unüberschaubare Palette von Düngern zur Verfügung. Nach der Bindungsform der Nährelemente wird zwischen organischen und mineralischen Düngemitteln unterschieden. Obwohl grundsätzlich auch organische Dünger für Wintergartenpflanzen infrage kommen, sollten wasserlösliche, also mineralische Düngemittel, bevorzugt werden. Dies hat folgenden Grund: Bei organischen Düngern liegen die Nährstoffe in Bindungsformen vor, in denen die Pflanze sie nicht ohne Weiteres aufnehmen kann. Sie müssen in der Erde erst von Mikroorganismen in eine für die Pflanze verfügbare Form umgewandelt werden. Wie schnell die Umsetzung erfolgt, ist von der Temperatur und der Menge der Mikroorganismen im Substrat abhängig. Je mehr Mikroorganismen vorhanden sind und je höher die Temperatur ist, desto schneller ist die Umsetzung. Diese mehr oder weniger unkontrollierte Freisetzung der Nährstoffe ist, auf Wintergartenbepflanzungen bezogen, negativ zu beurteilen. Auch lässt sich ein akuter Nährstoffmangel mit organischen Düngemitteln nur langsam beheben. Organische Düngemittel sind für Wintergärten auch deshalb nicht zu empfehlen, weil es je nach Ausgangsmaterial zu mehr oder weniger starken Geruchsbelästigungen kommen kann. Auch aus hygienischer Sicht sind organische Düngemittel bei der Anwendung in Räumen nicht ganz unbedenklich. Mineralische Dünger haben den Vorteil, unmittelbar nach der Verabreichung ihre Wirkung zu entfalten. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der genauen Dosierung, wodurch man auch individuellen Ansprüchen der Pflanzen gerecht werden kann. Dieser Artikel ist entnommen aus dem Buch "Pflanzen für den Wintergarten" von Wolfgang Kawollek.