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Eine historische Schnittmethode

Sommerschnitt nach Lorette

Anders als beim klassischen Fruchtholzschnitt wird das Wachstum beim Lorette-Schnitt überwiegend im Sommer gesteuert. Richtig angewendet fördert die Methode nach Louis Lorette die Bildung von Blütenknospen und stabilisiert den Ertrag.
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Neutrieb, der zu verholzen beginnt – erkennbar an der farblichen Veränderung von grün zu rot-braun.
Neutrieb, der zu verholzen beginnt – erkennbar an der farblichen Veränderung von grün zu rot-braun.Reiner Wahl
Kurz nach 1900 entwickelte Louis Lorette, ein französischer Gärtner und Pomologe, die nach ihm benannte Schnittmethode. Diese erfreute sich insbesondere in den kühleren Regionen Nordfrankreichs großer Beliebtheit und brachte besonders bei Birnen sehr gute Ergebnisse. Der Lorette-Schnitt ermöglicht frühe und zuverlässige Erträge, kann jedoch bei unsachgemäßer Anwendung zu einem frühzeitigen Erschöpfen der Bäume führen. Im Gegensatz zum klassischen Fruchtholzschnitt liegt der Schwerpunkt beim Lorette-Schnitt auf der Sommerbehandlung. Die neu entstandenen Triebe werden nicht pinziert, sondern zurückgeschnitten, um die an der Triebbasis befindlichen Nebenaugen zu stärken und die Bildung von Blütenknospen anzuregen. Der richtige...
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