Die bessere Kartoffel
Topinambur
Die sogenannte „Diabetikerkartoffel“ Topinambur wird dafür geschätzt, dass sie statt Stärke Inulin einlagert. Die Knolle gilt wegen ihrer blutzuckerstabilisierenden Wirkung und des geringeren Kaloriengehalts sogar als gesünder als Kartoffeln. Doch nicht immer wird sie gut vertragen.
- Veröffentlicht am

Topinambur galt im 17. Jahrhundert am französischen Königshof als Delikatesse. Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Nordamerika schickten um das Jahr 1610 einige der unbekannten, ingwerähnlichen Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa. Auf den Märkten in Paris wurden sie wegen ihrer unglaublichen Fruchtbarkeit und ihrem artischockenähnlichen, nussig-milden Geschmack zur Sensation. Sein ungewöhnlicher Name verweist auf diese frühe Phase: „topinambour“ geht vermutlich auf eine damals in Paris präsentierte indigene Gruppe zurück. Zeitgenössische Berichte beschreiben Topinambur als kulinarische Besonderheit, die mit ihrem Aroma rasch Aufmerksamkeit erregte. In Italien benannten päpstliche Gärtner...


