Sich ähnlich und doch anders
Sie waren fast schon in Vergessenheit geraten, doch jetzt sind sie zurück: Pastinake und Petersilienwurzel. Sie sind längst kein altmodisches Wurzelgemüse, sondern überraschen mit Vielseitigkeit und sind gleichzeitig noch gesund.
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Jahrhundertelang gehörten sie zum Standardrepertoire der heimischen Winterküche. Dann kam die Kartoffel und lief den Gebrüdern Pastinake und Petersilienwurzel den Rang ab. Was blieb, war die Erinnerung an ein etwas altmodisches, cremefarbenes Wintergemüse. Ein schwerer kulinarischer Fehler, denn das alte Wurzelgemüse ist ein wahrer Alleskönner! Es ist nicht nur lecker, gesund und einfach zuzubereiten, sondern auch sehr bekömmlich und vielseitig in der Zubereitung. Kein Wunder, dass die eher blassen und unscheinbaren Verwandten der Möhre seit geraumer Zeit eine rasant wachsende Fangemeinde aufbauen.
Von klassisch bis modern
Winterzeit ist Wurzelzeit! Neben Möhre, Rote Bete, Steckrübe und Knollensellerie sind Pastinake und Petersilienwurzel nicht nur ein heimisches Grundnahrungsmittel, sie sind auch eine spannende Trend-Zutat in der Winterküche. Kein Wunder, wenn man an Zubereitungen à la Rösti mit pochiertem Ei, Pastinakensuppe mit Feldsalat-Pesto, ein würziges Lauch-Pastinaken-Rosenkohl-Gratin oder ein Petersilienwurzel-Süppchen mit Pastinaken-Waldhonig-Salat denkt. Dazu sind sie sättigender und gesünder als so manches Blatt- und Sommergemüse und ihre Knollen oder Wurzeln speichern Mineralien, wichtige Nährstoffe, Vitamine und Spurenelemente.
Zum Verwechseln ähnlich
Im Gegensatz zu anderem Wurzelgemüse ähneln sich die beiden Comeback-Kandidaten aber so sehr, dass man sie leicht verwechseln kann. Sowohl Pastinake als auch Petersilienwurzel haben ihre Hauptsaison in den Herbst- und Wintermonaten. Beide sind cremeweiß und laufen karottenförmig spitz zusammen. Eine äußerliche Ähnlichkeit der alten Rüben, die übrigens keineswegs zufällig ist: Denn Pastinaken gelten bei Botanikern als Kreuzung aus Karotte und Petersilie und Petersilienwurzeln als Unterart der Petersilie.
So lassen sich Petersilienwurzel und Pastinake unterscheiden
Doch trotz aller Parallelen gibt es Unterschiede: Petersilienwurzeln sind im Kopfbereich meist zwischen 3 bis 5 cm dick und maximal 20 cm lang. Eine Pastinake dagegen kann auch mal länger sein und hat vor allem ein deutlich dickeres Kopfteil. Auch der Blattanatz eignet sich als Unterscheidungsmerkmal, denn bei der Pastinake sieht er aus wie eingesunken, während er bei der Petersilienwurzel nach oben gewölbt ist. Das beste Unterscheidungskriterium ist aber der Duft: Die Pastinake duftet nach Möhren und hat eine angenehm nussig-herbe Süße. Die Petersilienwurzel hingegen riecht und schmeckt unverkennbar gut nach Petersilie.
Nicht nur für Suppen geeignet
Das Aroma von Pastinaken harmoniert hervorragend zu Möhren und Kartoffeln und macht sich bestens in Suppen und Eintöpfen. Aber auch gebraten, als Röstgemüse aus dem Ofen, karamellisiert oder auch püriert als feine Gemüsebeilage sind sie zu empfehlen.
Die Petersilienwurzel ist eine ideale Zutat in Suppen und Eintöpfen und traditioneller Bestandteil im klassischen Suppengrün. Aber auch sonst macht die Petersilienwurzel eine gute Figur auf dem Speiseplan. Zum Beispiel als gebratene oder gedünstete Gemüsebeilage oder im Kartoffel-Petersilienwurzel-Püree.
Einige Rezeptideen sind hier zusammengestellt.
Zugleich noch gesund
Pastinaken und Petersilienwurzeln machen uns im Winter fit. Sie enthalten wertvolle B-Vitamine, Vitamin K und C, stecken voller Eisen, Kalium, Kalzium sowie sättigenden Kohlenhydraten. Da die cremefarbenen Wurzeln nicht nur angenehm süß schmecken, sondern auch besonders bekömmlich und magenfreundlich sind, sind sie bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen beliebt und häufig auch Bestandteil in Baby-Brei.
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