LOGL-Mitgliederversammlung in Mühlacker
Gartenliebhaber, Naturfreunde und Hobbygärtner trafen sich am 13. Juni zum Tag der Obst- und Gartenbauvereine in Mühlacker. Neben dem Besuch der Gartenschau "Enzgärten" am Nachmittag stand am Vormittag die Mitgliederversammlung des Landesverbandes für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg e.V. (LOGL) auf dem Programm. In der gut gefüllten Stadthalle Mühlehof unmittelbar neben der Gartenschau konnte LOGL-Präsident Erhard Hahn rund 300 Mitglieder und Gäste begrüßen.
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LOGL-Präsident Erhard Hahn bedankte sich bei den Delegierten der Kreisbezirksverbände für das große Engagement und ihren Einsatz in der Vereinsarbeit das ganze Jahr über, ebenso bei den Organisatoren und Gastgebern vor Ort - der Stadt Mühlacker sowie dem Kreisverband Enzkreis für die tolle Ausrichtung der Veranstaltung und der Gartenschau. Der Kreisverband Enzkreis wurde 1924 geründet und gehört zu den ältesten Obst- und Gartenbauverbänden im Land. Die 57 Ortsvereine haben die Gartenschau aktiv mitgestaltet. Der Enzkreis war übrigens auch einer der ersten Kreise, die sich an der 1997 ins Leben gerufenen Fachwartausbildung beteiligt haben. Bis dato wurden über 200 Fachwarte ausgebildet, berichtete Bernhard Reisch vom Landratsamt.
Stark in der Fläche vertreten
Erhard Hahn ist stolz, dass der LOGL die Interessen von knapp 102.000 Mitgliedern der rund 900 Obst- und Gartenbauvereine im Land vertritt. Der 1. Obst- und Gartentag am 12. Februar dieses Jahres mit der LVWO-Weinsberg sei ein voller Erfolg gewesen. Die große Anzahl der Teilnehmer habe gezeigt, wie wichtig Fortbildungsveranstaltungen seien. Die Landesanstalten seien für die LOGL-Mitglieder wertvolle Ansprechpartner, weil sie ihre standortbezogenen Ergebnisse und das Wissen den Praktikern vor Ort bereitstellen. Vor diesem Hintergrund forderte Hahn von der Politik, die Landesanstalten weiterhin zu unterstützen. Ein Erfolg war auch das erstmals aufgelegte Förderung-Programm zur Obstbaumpflege für die Streuobstwiesen-Besitzer. "Wir haben dafür gesorgt, dass dieses Programm positiv angenommen wird", so Hahn. Er bedankte sich bei der Landesregierung für diesen "Baustein", wie er es nannte und plädierte dafür, diese Streuobst-Förderung unbedingt weiter aufrecht zu erhalten. Das gilt auch für den Erhalt der Fachwartausbildung.
Danke für die tolle Arbeit
Dass die Landesregierung hinter der Streuobst-Förderung steht, bestätigte Ministerialdirigent Joachim Hauck vom Stuttgarter Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR). Zum Stichtag 15. Mai 2015 gingen 1096 Sammelanträge mit über 407.000 Bäumen ein, so Hauck in seinem Grußwort. Er überbrachte die Grüße von Minister Alexander Bonde und Amstchef Wolfgang Reimer. "Wir sind alle gefordert, die europäische Gartenkultur voranzubringen", meinte Hauck. Und: "Die Gartenschau verändert Mühlacker. Danke an das Ehrenamt, an die Ortsvereine, an die Kreisverbände und an den Landesverband." Hauck betonte, dass die im LOGL organsierten Vereine stark in der Fläche verankert sind und gerade bei Streuobst und in der Jugendarbeit sehr viel leisten, zum Beispiel durch das Mitwirken beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" oder bei der Initative "Lernen für die Zukunft - Gärtnern macht Schule".
Einheitlicher Auftritt
Für den LOGL ist es wichtig, dass sich der Verband nach außen stark und einheitlich päsentiert. So gebe es jede Menge interessante Veranstaltungen und ein breit angelegtes Netzwerk. Dabei gehe es nicht etwa um Selbstdarstellung, wie Geschäftsführer Rolf Heinzelmann betonte, sondern um die Übernahme von Verantwortung und um Taten vor Ort. Für eine gemeinsame Plattform hat der LOGL im vergangenen Jahr eine sogenannte Homepage-Initiative gestartet, berichtete Rolf Heinzelmann. In diesem Konzept sei es möglich, den eigenen Charakter und die Identität vor Ort weiterhin zu pflegen, ohne dass der einheitliche Auftritt darunter leidet. Der Enzkreis und der Rhein-Neckarkreis zum Beispiel hätten ihre Homepage bereits auf das neue Konzept umgestellt. Eine weitere tolle Möglichkeit für die Vereine sich zu repräsentieren sei der "Tag der öffenen Gartentür". Auftaktveranstaltung hierfür war am 27. Juni in Weinheim und in Sulzbach. Postiv sei, dass die Zahl der teilnehmenden Gärten zunehme. Das Interesse sei groß. "Bei der Diskussion um Gartenkultur ist der LOGL vorne mit dabei", freute sich Heinzelmann.
Die Gartenschau lohnt sich
Wildfrüchte, Blumenwiesen, Obst und Stauden: Delegierte und Gäste nutzten den Tag in Mühlacker mit einem Streifzug über die Gartenschau. An den Ständen der Vereine und bei den spannenden Fachvorträgen konnte man jede Menge bleibende Eindrücke und Informationen mit nach Hause nehmen.
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