Schnittgut lagern
Wenn Sie bis jetzt mit dem Rückschnitt der Stauden des Vorjahres gewartet haben, haben Sie schon vieles richtig gemacht. Aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, die trockenen Halme über den Winter stehen zu lassen und auch ästhetisch haben viele Gräser und Stauden im Winter etwas zu bieten. Was passiert nun mit dem Schnittgut?
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Entsorgung
Der einfachste Weg, das Schnittgut zu entsorgen, ist es in den Biomüll zu geben. Das hat den Nachteil, dass wertvolle Nährstoffe aus dem Garten verschwinden, die Sie anderweitig wieder aufstocken müssen. Außerdem verhindert dies die Entwicklung der Insekten, die im Februar und Großteils im März noch gar nicht geschlüpft sind oder in den Halmen überwintert haben. Der ökologische Nutzen geht so verloren.
Häckseln
Wer viel Material anhäuft, häckselt dies auch gern und verteilt das kleingehäckselte Material dann auf dem Kompost und in Beeten. Die Nährstoffe werden dem Garten wieder zugeführt. Es bleibt der Nachteil, dass die Insektenwelt darunter leidet.
Lagerung
Verständlich ist aber, dass man nicht unansehnliche Berge von trockenen Halmen im Garten lagern möchte. Ein Kompromiss kann folgendermaßen aussehen: Nehmen Sie einen Teil des Schnittmaterials und stellen es ordentlich gebündelt oder locker arrangiert, aber in jedem Fall aufrecht, in eine Ecke des Gartens. Dort kann es noch einige Wochen bis in den Sommer hinein stehen bleiben, bevor es dann gehäckselt wird.
Eine Schmuddelecke, etwa beim Kompost, oder im Arbeitsbereich für Gartenarbeiten bietet sich für diese Aufbewahrung an.
Tipp: Mischen Sie aus allen Bereichen des Gartens verschiedenes Schnittgut für die Aufbewahrung, damit möglichst vielen unterschiedlichen Tieren geholfen ist.
Blüte und Naturkreislauf
Auf diese Weise können Sie jetzt den ersten Zwiebelpflanzen Platz machen, Krokus und Schneeglöckchen kommen perfekt zur Geltung. Und dem natürlichen Kreislauf im Garten ist zugleich ein großer Schritt entgegen gegangen.